Mara Giacon
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Werke von 1969 bis 2015
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Pittura

 

 

Die Kunst-Akademien habe ich nicht besucht, aber dafür das Atelier einiger Künstler frequentiert.

Der Veroneser Maler Domenico Zangrandi war mein Lehrer und bei ihm habe ich auch die Darstellung der menschlichen Gestalt und die Technik der Radierung gelernt.

Anfänglich war meine Malerei gegenständlich, aber später habe ich mich neuen Ausdrucksformen zugewendet und dabei mit den Formen des Kubismus und der Abstrakten Malerei experimentiert.

In den 90er Jahren führte diese Suche nach neuen Formen zu der Reliefmalerei, die ich auch heute noch praktiziere.

Diese neue Technik beginnt mit einer Skizze, die ich dann weiter entwickle und auf wesentliche Linien beschränke. Am Ende zeichne ich diese Linien auf die Leinwand ein.


Dann klebe ich auf diese so erhaltene Zeichnung unterschiedliche Materialien auf. Sie müssen nur sehr leicht sein.

Darüber decke ich eine weitere Leinwand, die dann wiederum bemalt wird.

So entstehen Formen, durch die ich es erreiche, dass der Inhalt des Bildes mehr Ausdrucksstärke annimmt.

Der Mensch mit all seinen Leidenschaften und Emotionen, mit allen seinen Implikationen und in seiner ganzen Komplexität ist der vorzügliche „Ort“ und der hauptsächliche Gegenstand meiner Nachforschungen.

Aus der Komplexität und Tiefendimension des “Sujets”, das den inneren Motor und den Zweck und Sinn meiner künstlerischen Arbeit darstellt, ergeben sich die Vorgehensweisen und der Stil. Aber ich beschreibe nicht nur die problematischen Komponenten der menschlichen Zustände sondern auch seine Außergewöhnlichkeit und das Geheimnis, das sich hinter jedem „Sujet“ verbirgt.

Die sehr anregende wenn auch schwierige Herausforderung, die dadurch gegeben ist, dass ich in der Realität das wesentliche und das sakrale Element des Lebens erkennen will, kommt in meiner Malerei zum Ausdruck, aber das genügte mir nicht und ich habe versucht, meine taktile und visuelle Betrachtung soauszuweiten, dass ich das Unsichtbare unserer Wirklichkeit erfahren kann.

Schließlich möchte ich den Betrachter dazu auffordern, durch die Bilder „das Licht der Geheimnisse“ wahrzunehmen. Daran arbeite ich derzeitig jedenfalls.

Diese Aufforderung an den Betrachter entsteht aus dem unzureichenden und leidvollen Versuch, die Tiefe des Unergründlichen darstellen zu wollen, und zwar dessen, was im Werk jenseits der Formen, Farben und Kompositionen die Grenzen der Leinwand überschreitet und ins Unbegrenzte stößt.
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